Das Freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß liegt am Südufer des Schweriner Sees. Es besteht aus der  historisch gewachsenen Dorfanlage des Dorfes Mueß, die eine Fläche von nunmehr fast 7 Hektar umfasst. Volkskundler, Denkmalpfleger und sachkundige Handwerker retteten die wertvollen Gebäude der ländlichen Volksarchitektur vor dem Verfall und schufen, 1965 beginnend, in mehreren Etappen das heutige renommierte Freilichtmuseum. Es wurde am 28. Juli 1970 mit dem Bauernhof auf Hufe I als erstem Museumsobjekt von heute 16 eröffnet.

Das Freilichtmuseum informiert über die Lebensweise der mecklenburgischen Landbevölkerung vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Mittelpunkt des Museums ist die kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg entstandene Bauernstelle mit Hofanlage und Scheune auf Hufe I. Weitere Objekte sind u.a. der Hirtenkaten, die Dorfschmiede, die Dorfschule aus dem Jahr 1888 mit dem Dorfschullehrergarten, der Armenkaten, das Spritzenhaus und die Büdnerei.

Der Grundstock der volkskundlichen Sammlung, die hier bewahrt und teilweise ausgestellt wird, geht auf Richard Wossidlo (1859-1939) zurück. Sein Anspruch an die Dokumentation der dörflichen Alltagskultur in Mecklenburg ist der Maßstab für die in Mueß tätigen Volkskundler und Mitarbeiter.

Gegenwärtig umfassen die Sammlungen des Museums mehr als 27 000 Positionen aus den letzten 500 Jahren.   Mecklenburgische Volkskunst, Waldglas, Haubenschachteln, Arbeits-, Handwerks- und Alltagsgeräte, Trachten und Trachtenschmuck sowie regionale Obst- und Gemüsesorten stehen dabei im Mittelpunkt.

Im Jahre 2011 wurde das Museumsgelände bis zum Ufer des Schweriner Sees erweitert, was neue reizvolle Perspektiven für die Besucher eröffnet. Vorgesehen ist, weitere historisch wertvolle Gebäude für den Museumsbetrieb zu öffnen und die überkommene Gehöftstruktur zu rekonstruieren. Ein zentraler Festplatz soll Raum für Veranstaltungen mitten im Museumsdorf schaffen.